Fernstudium aus Sicht der Studierenden: Was im Studienalltag wirklich zählt

Fernstudium aus Sicht der Studierenden: Was im Studienalltag wirklich zählt

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Veröffentlicht am 06. Oktober 2026

Fernstudium aus Sicht der Studierenden: Was im Studienalltag wirklich zählt

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Flexibel lernen, den eigenen Rhythmus bestimmen und das Gelernte direkt im Beruf einsetzen: Eine aktuelle Befragung von 842 Studierenden der AKAD University zeigt, welche Aspekte beim Fernstudium besonders relevant sind.

Ein Studium lässt sich heute nicht mehr nur mit Hörsaal, Mensa und einem festen Stundenplan verbinden. Für viele Studierende findet Lernen dort statt, wo gerade Zeit dafür ist: am heimischen Schreibtisch, in der Mittagspause oder unterwegs.

Doch was ist Studierenden bei einem Fernstudium tatsächlich wichtig? Und welche Vorteile spielen im Alltag wirklich eine Rolle? Eine aktuelle Befragung von 842 Studierenden der AKAD University gibt darauf einige interessante Antworten. Dabei fällt auf: Es geht nicht allein darum, digital zu studieren. Entscheidend scheint vor allem zu sein, wie viel Freiheit das Studienmodell im Alltag lässt – und ob sich das Gelernte mit dem Berufsleben verbinden lässt.

Der eigene Alltag gibt den Takt vor

Wer neben dem Beruf studiert, kennt das Problem: Einen klassischen Stundenplan lässt sich nicht einfach zwischen Arbeit, privaten Verpflichtungen und Freizeit unterbringen. Genau hier setzt die Idee des Fernstudiums an. Die Studierenden können ihren Lernalltag stärker an die eigene Situation anpassen. In der Befragung wurde deshalb auch danach gefragt, welche Aspekte beim Studium besonders wichtig sind. Das Ergebnis ist deutlich: Den Lernort selbst bestimmen zu können, erhielt mit der Note 1,2 die beste Bewertung.

Quelle: AKAD University, Studierendenbefragung 2026.

Quelle: AKAD University, Studierendenbefragung 2026, n = 842.

Ob zu Hause, unterwegs oder an einem anderen Ort – für die Befragten scheint weniger entscheidend zu sein, wo gelernt wird. Wichtiger ist, dass der Lernort zum eigenen Leben passt. Auch beim Lerntempo zeigt sich dieser Wunsch nach Eigenständigkeit. „Lerntempo selbst bestimmen“ wurde mit der Note 1,4 bewertet. Das klingt zunächst nach einem kleinen Detail, macht im Studienalltag aber einen großen Unterschied. In einer arbeitsreichen Woche kann das Studium etwas in den Hintergrund rücken. Wenn wieder mehr Zeit zur Verfügung steht, kann man sich intensiver mit den Inhalten beschäftigen.

88 Prozent entscheiden sich bewusst für ein digitales Studienmodell

Dass digitale Lernmöglichkeiten dabei eine wichtige Rolle spielen, zeigt eine weitere Zahl der Befragung: 88 Prozent der befragten Studierenden geben an, sich bewusst wegen des digitalen Studienmodells für ihr Studium entschieden zu haben.

AKAD University, Studierendenbefragung 2026.

Quelle: AKAD University, Studierendenbefragung 2026, n = 842.

Interessant ist dabei, dass „digital“ nicht zwangsläufig bedeutet, den ganzen Tag vor einem Bildschirm zu verbringen. Vielmehr geht es darum, Lernmaterialien, Vorlesungen, Prüfungen und organisatorische Informationen unabhängig von einem bestimmten Studienort nutzen zu können. Gerade für Menschen, die bereits arbeiten, kann diese Ortsunabhängigkeit entscheidend sein. Das Studium muss sich nicht unbedingt um das Leben herum organisieren lassen – es kann stärker in den bestehenden Alltag integriert werden.

Wenn Studium und Beruf nicht getrennt voneinander stattfinden

Ein weiterer Punkt der Befragung zeigt, dass Fernstudium und Berufsleben für viele Studierende eng miteinander verbunden sind. 67 Prozent geben an, Studieninhalte bereits während des Studiums im Beruf anzuwenden. Das ist besonders interessant, weil ein berufsbegleitendes Studium damit nicht nur auf einen späteren Zeitpunkt ausgerichtet ist. Das neu erworbene Wissen kann teilweise direkt in den aktuellen Arbeitsalltag einfließen. Das kann beispielsweise bedeuten, dass ein theoretisches Konzept aus einem Modul plötzlich bei einem aktuellen Projekt hilfreich ist. Oder dass man eine neue Perspektive auf Prozesse, Kommunikation oder wirtschaftliche Zusammenhänge bekommt.

Nicht nur Flexibilität: Auch der schnelle Einstieg spielt eine Rolle

Ein weiterer Aspekt, den die Studierenden positiv bewerten, ist die Möglichkeit, sofort mit dem Studium beziehungsweise einzelnen Modulen beginnen zu können. In der Befragung erhielt dieser Punkt die Note 1,4. Das passt zu einem Studienmodell, das weniger vom klassischen Semesterkalender geprägt ist. Statt darauf zu warten, dass das nächste Semester beginnt, kann der Studienverlauf stärker an die eigene Planung angepasst werden. Für jemanden, der beispielsweise gerade beruflich etwas mehr Luft hat, kann das genauso interessant sein wie für jemanden, der zunächst langsam in das Studium hineinfinden möchte.

Digitales Lernen ist längst mehr als PDFs auf dem Laptop

Auch der Bereich „Digitales Lernen“ wurde von den Befragten mit einer guten 1,5 bewertet. Dabei hat sich die Vorstellung vom Fernstudium in den vergangenen Jahren verändert. Digitales Lernen bedeutet heute nicht einfach, Studienbriefe herunterzuladen und anschließend allein damit zu arbeiten. Bei der AKAD University werden beispielsweise Lernmaterialien, Vorlesungen, Prüfungen und Betreuung über den digitalen Campus miteinander verbunden. Für Studierende bedeutet ein gutes digitales Angebot vor allem, schnell auf die benötigten Inhalte zugreifen zu können und nicht für jeden Schritt an einen bestimmten Ort oder Termin gebunden zu sein.

Flexibel heißt nicht, auf Betreuung zu verzichten

Bei all der Digitalisierung könnte leicht der Eindruck entstehen, dass Fernstudierende weitgehend auf sich allein gestellt sind. Die Befragung zeigt allerdings einen anderen Aspekt: Auch die organisatorische Betreuung spielt eine wichtige Rolle. Die Zufriedenheit damit liegt bei 8,1 von 10 Punkten.

AKAD University, Studierendenbefragung 2026

Quelle: AKAD University, Studierendenbefragung 2026, n = 842.

Das ist ein interessanter Gegensatz: Auf der einen Seite wünschen sich Studierende möglichst viel Freiheit. Auf der anderen Seite ist Unterstützung wichtig, wenn organisatorische Fragen auftauchen. Vielleicht ist genau diese Kombination ein wesentlicher Punkt beim Fernstudium: Selbstständig lernen zu können, ohne bei Fragen allein zu sein.

Was bleibt am Ende besonders wichtig?

Die Ergebnisse der Befragung lassen sich auf einige zentrale Punkte herunterbrechen:

Damit zeichnet die Befragung ein Bild vom Fernstudium, das weniger mit einem klassischen „Entweder-oder“ zu tun hat. Es geht nicht darum, Studium oder Beruf, Flexibilität oder Struktur, digitales Lernen oder persönliche Betreuung zu wählen.

Fernstudium muss zum eigenen Leben passen

Ein Fernstudium ist sicherlich nicht für jeden Menschen automatisch die passende Studienform. Wer viel Wert auf einen festen Stundenplan, regelmäßige Präsenzveranstaltungen und den täglichen Austausch auf dem Campus legt, kann andere Prioritäten haben. Die Antworten der 842 befragten Studierenden zeigen aber, warum ein flexibles Studienmodell für viele attraktiv sein kann: Es lässt sich stärker an den eigenen Alltag anpassen.

Und vielleicht ist das letztlich auch die wichtigste Erkenntnis aus der Befragung. Ein Studium findet nicht immer unter idealen Bedingungen statt. Es findet mitten im Leben statt – zwischen Arbeit, Terminen, Familie und Freizeit. Je besser sich das Lernen in dieses Leben integrieren lässt, desto eher wird aus dem Vorsatz „Ich möchte noch studieren“ ein Studium, das tatsächlich funktioniert.

Über die Befragung

Die genannten Zahlen stammen aus der Studierendenbefragung 2026 der AKAD University mit insgesamt 842 Studierenden. Die AKAD University bezeichnet die Befragung als aktuelle Untersuchung zu den Erfahrungen und Bewertungen ihrer Studierenden.