Zahnmedizin Studium 42 Bachelor-Studiengänge
Inhaltsverzeichnis
Zahnmedizin studieren: Medizin, Präzision und Handwerk verbinden
Zahnmedizin verbindet medizinisches Wissen mit praktischem Arbeiten. Im Studium lernst du, Erkrankungen der Zähne, des Mundes und des Kiefers zu erkennen, zu behandeln und möglichst zu verhindern. Dabei beschäftigst du dich nicht nur mit Zähnen: Auch Anatomie, Physiologie, Erkrankungen des gesamten Körpers und deren Auswirkungen auf die Mundgesundheit spielen eine wichtige Rolle.
Eine Besonderheit des Zahnmedizin Studiums ist der hohe Praxisanteil. Schon während des Studiums trainierst du viele Behandlungsschritte zunächst an Modellen und Simulatoren. Später behandelst du unter Anleitung echte Patient/-innen und sammelst Erfahrung in Bereichen wie Zahnerhaltung, Zahnersatz, Parodontologie, Kieferorthopädie und zahnärztlicher Chirurgie.
Neben medizinischem Verständnis brauchst du deshalb auch Geschick und Präzision. Zahnärzt/-innen arbeiten häufig auf sehr kleinem Raum und müssen gleichzeitig konzentriert, sorgfältig und einfühlsam mit Patient/-innen umgehen können.
Studiengänge
Dentalhygiene und Präventionsmanagement
CBS University of Applied Sciences
Dentalhygiene
DIPLOMA Hochschule
Dentalhygiene
DIU - Dresden International University
Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
Universität Witten / Herdecke
Zahnmedizin
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau
Zahnmedizin
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
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yelosmiley - stock.adobe.comAblauf, Dauer und Abschluss
Wie das Zahnmedizin Studium aufgebaut ist, hängt auch vom Studienland ab.
In Deutschland ist Zahnmedizin ein staatlich geregeltes Studium. Die Regelstudienzeit beträgt fünf Jahre und sechs Monate. Zur Ausbildung gehören neben dem Studium auch eine Erste-Hilfe-Ausbildung, ein einmonatiger Pflegedienst, eine vierwöchige Famulatur und die Zahnärztliche Prüfung. Diese besteht aus drei Prüfungsabschnitten. Zu Beginn stehen naturwissenschaftliche und medizinische Grundlagen im Mittelpunkt. Du beschäftigst dich unter anderem mit Chemie, Physik, Biochemie, Anatomie und Physiologie. Gleichzeitig beginnen bereits zahnmedizinische und praktische Übungen. Im weiteren Verlauf rückt die klinische Zahnmedizin stärker in den Vordergrund. Dann lernst du beispielsweise, Erkrankungen zu diagnostizieren, Zähne zu erhalten oder zu ersetzen und Patient/-innen unter Anleitung selbst zu behandeln.
In Österreich wird Zahnmedizin als Diplomstudium angeboten und dauert an den öffentlichen Medizinischen Universitäten zwölf Semester. Der Abschluss lautet Dr. med. dent.
In der Schweiz ist das Studium grundsätzlich in Bachelor und Master gegliedert. Für die Berufsausübung folgt nach dem universitären Studium die eidgenössische Prüfung in Zahnmedizin.
Typische Lehrveranstaltungen
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Medizinische Terminologie
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Biologie, Chemie und Physik
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Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten
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Chirurgische Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
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Aufbau und Funktion des menschlichen Körpers
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Zahnersatz- und Werkstoffkunde
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Zahnerhaltungskunde
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Kieferorthopädie
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Parodontologie
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Allgemeine Pathologie
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Pharmakologie
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Patientenbehandlung
Voraussetzungen für das Zahnmedizin Studium
Wenn du Zahnmedizin studieren möchtest, solltest du dich sowohl für Medizin und Naturwissenschaften als auch für praktisches Arbeiten interessieren. Gute Grundlagen in Biologie und Chemie helfen dir beim Einstieg, auch Physik spielt im Studium eine Rolle. Besonders wichtig ist außerdem deine Feinmotorik. Zahnärztliche Behandlungen erfordern präzises Arbeiten auf engem Raum. Eine ruhige Hand, gute Auge-Hand-Koordination und Geduld sind deshalb hilfreich. Auch der Umgang mit Menschen gehört zum Beruf. Viele Patient/-innen sind vor einer Behandlung nervös oder haben Angst. Du solltest ihnen ruhig erklären können, was passiert, und auch in stressigen Situationen freundlich und konzentriert bleiben.
Für die Zulassung gelten je nach Land unterschiedliche Verfahren.
- In Deutschland ist Zahnmedizin bundesweit zulassungsbeschränkt. Die Studienplätze werden über verschiedene Quoten vergeben. Neben der Abiturnote können je nach Hochschule auch Studieneignungstests, eine abgeschlossene Berufsausbildung oder weitere Qualifikationen berücksichtigt werden.
- In Österreich werden die Studienplätze für Zahnmedizin an den öffentlichen Medizinischen Universitäten Wien, Graz und Innsbruck über einen Aufnahmetest ergeben.
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Bild: Pixel-Shot / AdobeStock
Passt Zahnmedizin zu mir?
Das Studium eignet sich besonders für dich, wenn dich sowohl naturwissenschaftliche Zusammenhänge als auch der direkte Kontakt mit Menschen interessieren. Ein großer Teil des späteren Berufs besteht darin, Untersuchungen und Behandlungen durchzuführen und Patient/-innen zu beraten. Gut passt Zahnmedizin zu dir, wenn dich Fragen wie diese interessieren:
- Wie entstehen Karies und andere Zahnerkrankungen?
- Wie kann ein beschädigter Zahn erhalten werden?
- Wie funktioniert Zahnersatz?
- Wie hängen Mundgesundheit und allgemeine Gesundheit zusammen?
- Wie lassen sich Fehlstellungen von Zähnen behandeln?
Wenn du noch unsicher bist, ob Zahnmedizin wirklich zu deinen Interessen und Stärken passt, kann dir unser kostenloser Studienwahltest bei der Orientierung helfen. Er zeigt dir, welche Studienrichtungen besonders gut zu deinem persönlichen Profil passen.
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●... der Zahnschmelz das härteste Material ist, das im menschlichen Körper vorkommt?
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●... Menschen bis ins Mittelalter glaubten, dass Zahnschmerzen durch einen Zahnwurm hervorgerufen werden?
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●... im alten Rom Zähne mit Urin gebleicht wurden?
Beruf und Karriere nach dem Zahnmedizin Studium
Der klassische Berufsweg nach dem Zahnmedizin Studium führt in die Tätigkeit als Zahnarzt/Zahnärztin. Dort untersuchst du Patient/-innen, stellst Diagnosen und behandelst Erkrankungen der Zähne, des Zahnfleisches sowie des Mund- und Kieferbereichs. Zu deinen Aufgaben gehören beispielsweise Vorsorgeuntersuchungen, Füllungen, Wurzelkanalbehandlungen, Zahnersatz oder kleinere chirurgische Eingriffe. Auch Beratung und Prävention spielen eine große Rolle.
Zahnärzt/-innen arbeiten unter anderem in Zahnarztpraxen, Zahnkliniken oder universitären Einrichtungen. Mit entsprechender Erfahrung ist auch die Tätigkeit in einer eigenen Praxis möglich. Nach dem Studium kannst du dich außerdem fachlich weiterentwickeln und spezialisieren. Mögliche Bereiche sind beispielsweise Kieferorthopädie, Oralchirurgie, Parodontologie oder Kinderzahnmedizin. Welche formalen Weiterbildungswege bestehen, unterscheidet sich je nach Land.
FAQ
Was lernt man im Zahnmedizin Studium?
Im Zahnmedizin Studium lernst du, Erkrankungen der Zähne, des Mundes und des Kiefers zu erkennen, zu behandeln und vorzubeugen. Neben medizinischen Grundlagen gehören unter anderem Zahnerhaltung, Zahnersatz, Kieferorthopädie, Parodontologie, Chirurgie und praktische Patientenbehandlung dazu.
Wie lange dauert das Zahnmedizin Studium?
In Deutschland beträgt die Regelstudienzeit fünf Jahre und sechs Monate. In Österreich dauert das Diplomstudium Zahnmedizin in der Regel zwölf Semester. In der Schweiz ist das Studium in Bachelor und Master gegliedert.
Ist Zahnmedizin ein Bachelorstudium?
Nicht überall. In Deutschland führt das klassische Zahnmedizin Studium zur Zahnärztlichen Prüfung und nicht zu einem Bachelorabschluss. In Österreich handelt es sich um ein Diplomstudium. In der Schweiz wird Zahnmedizin dagegen im Bachelor-Master-System studiert.
Welchen NC braucht man für Zahnmedizin?
Zahnmedizin ist in Deutschland bundesweit zulassungsbeschränkt. Es gibt jedoch nicht den einen festen NC, der überall gilt. Die Auswahlgrenzen ändern sich von Semester zu Semester und hängen unter anderem von Hochschule und Auswahlverfahren ab.
Wie kommt man in Österreich ins Zahnmedizin Studium?
Für Zahnmedizin an den öffentlichen Medizinischen Universitäten in Wien, Graz und Innsbruck musst du an einem Aufnahmeverfahren teilnehmen. Die Studienplätze werden nach dem Ergebnis dieses Tests vergeben.
Braucht man für Zahnmedizin viel Chemie?
Chemie gehört zu den naturwissenschaftlichen Grundlagen des Studiums. Später stehen jedoch zunehmend medizinische und zahnmedizinische Inhalte sowie praktische Behandlungstechniken im Vordergrund. Du musst also kein Chemie-Profi sein, solltest dich aber mit naturwissenschaftlichen Fächern grundsätzlich wohlfühlen.
Muss man für Zahnmedizin handwerklich geschickt sein?
Eine gute Feinmotorik ist für Zahnmedizin sehr hilfreich. Im Studium lernst du, auf engem Raum präzise zu arbeiten und trainierst viele Techniken zunächst an Modellen und Simulatoren. Die praktischen Fähigkeiten werden dabei Schritt für Schritt aufgebaut.
Was ist der Unterschied zwischen Zahnmedizin und Humanmedizin?
Beide Studienrichtungen vermitteln medizinische Grundlagen. Zahnmedizin konzentriert sich jedoch auf Erkrankungen und Behandlungen im Zahn-, Mund- und Kieferbereich und beinhaltet besonders viele praktische und feinmotorische Übungen. Humanmedizin beschäftigt sich umfassender mit dem gesamten menschlichen Körper.
Ist Zahnmedizin schwerer als Medizin?
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Beide Studienrichtungen sind anspruchsvoll. Zahnmedizin kombiniert umfangreiches medizinisches Wissen zusätzlich mit vielen praktischen Kursen und feinmotorischen Anforderungen, während Humanmedizin ein besonders breites medizinisches Fachwissen verlangt.
Kann man nach Zahnmedizin direkt als Zahnarzt/Zahnärztin arbeiten?
Nach dem erfolgreichen Studienabschluss müssen die jeweiligen berufsrechtlichen Voraussetzungen des Landes erfüllt sein. In Deutschland ist für die selbstständige Ausübung des zahnärztlichen Berufs die Approbation erforderlich. In Österreich vermittelt das abgeschlossene Diplomstudium die entsprechende Berufsqualifikation.
Welche Berufe kann man nach dem Zahnmedizin Studium ausüben?
Der typische Beruf ist Zahnarzt/Zahnärztin. Später sind je nach Weiterbildung Spezialisierungen beispielsweise in Kieferorthopädie oder Oralchirurgie möglich. Weitere Möglichkeiten gibt es in Zahnkliniken, Forschung, Lehre oder der dentalmedizinischen Industrie.
Studienorte
Bundesländer Deutschland
- Baden-Württemberg 4
- Bayern 4
- Berlin 1
- Brandenburg 1
- Hamburg 1
- Hessen 4
- Mecklenburg-Vorpommern 2
- Niedersachsen 2
- Nordrhein-Westfalen 7
- Rheinland-Pfalz 1
- Saarland 1
- Sachsen 3
- Sachsen-Anhalt 1
- Schleswig-Holstein 1
- Thüringen 1
Studienorte Deutschland
- Aachen 1
- Bad Sooden-Allendorf 1
- Berlin 1
- Bonn 1
- Dresden 2
- Düsseldorf 1
- Erlangen 1
- Frankfurt am Main 1
- Freiburg im Breisgau 1
- Gießen 1
- Göttingen 1
- Greifswald 1
- Halle (Saale) 1
- Hamburg 1
- Hannover 1
- Heidelberg 1
- Jena 1
- Kiel 1
- Köln 2
- Leipzig 1
- Mainz 1
- Marburg 1
- München 1
- Münster 1
- Neuruppin 1
- Regensburg 1
- Rostock 1
- Saarbrücken 1
- Tübingen 1
- Ulm 1
- Witten 1
- Würzburg 1