Master Metallurgie / Eisenhüttenwesen 2 Studiengänge
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Das Master-Studium Metallurgie / Eisenhüttenwesen
Die Metallurgie, synonym zu Eisenhüttenwesen, befasst sich mit allen Verfahren, Fertigkeiten und Techniken, die für die Gewinnung und Weiterverarbeitung von Metallen eingesetzt werden. Die Metallurgie beschäftigt sich dazu mit thermischen, chemischen, elektronischen und nukleartechnischen Verarbeitungsverfahren, um Metalle aus Ausgangsmaterialien zu gewinnen und zu trennen. Ferner fallen auch die Bereiche der Formgebung und Gießerei unter diese ingenieurwissenschaftliche Disziplin. Aufbauend auf ingenieurwissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Grundlagen vermittelt das Master-Studium Metallurgie fachspezifische Kenntnisse und Methoden in den Bereichen metallurgische Verfahrenstechnik, physikalische Metallurgie, allgemeine und spezielle Materialwissenschaften und Metallkunde. Schwerpunkte und Vertiefungen sind in Eisen- und Stahlbehandlung, Nichteisenmetallurgie, Gießereitechnik, Umformtechnik und Bauteilherstellung, Wärmetechnik sowie Industriewirtschaft möglich.
Metallurgy and Metal Forming
Universität Duisburg-Essen - Campus Duisburg
Typische Lehrveranstaltungen
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Technische Mechanik und Messtechnik
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Schmelzbehandlung und Strangguss
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Physikalische Metallurgie und Werkstoffe
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Gießverfahren und Gusslegierungen
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Automatisierungstechnik und Regelungstechnik
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Werkstoffkunde Stahl
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Lösungsmethoden in der Metallumformung
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Maschinenelemente und Fluidenergiemaschinen
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Thermodynamik und Strömungslehre
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Schweißtechnische Fertigungsverfahren
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Werkstoffkunde Mineralstoffe
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Maschinendynamik und Akustik
Voraussetzungen für das Master-Studium Metallurgie / Eisenhüttenwesen
Für ein Master-Studium im Bereich Metallurgie ist in erster Linie ein Hochschulabschluss auf mindestens Bachelor-Niveau in Metallurgie, Gießereitechnik, Metallkunde oder einer äquivalenten Ingenieurwissenschaft von mindestens sechs Semestern Regelstudienzeit erforderlich. Master-Studiengänge, die eine Regelstudienzeit des Bachelor-Studiums von sieben Semestern verlangen, bieten in der Regel die Möglichkeit eines zusätzlichen, dem eigentlichen Master-Studium vorangehenden Semesters in dem weiterführende Aspekte der Metallurgie gelehrt werden. Englischsprachige Master-Studiengänge im Bereich Metallurgie erfordern einen Nachweis der Englisch-Kenntnisse durch gängige Zertifikate (TOEFL, IELTS, CAE). Neben diesen allgemeinen Kriterien können je nach Hochschule facheinschlägige Praktika und Motivationsschreiben erforderlich sowie örtliche Zulassungsbeschränkungen (NC nach Abschlussnote des Bachelor-Studiums) und Eignungsfeststellungsverfahren gegeben sein.
Berufsaussichten nach dem Master-Studium Metallurgie / Eisenhüttenwesen
Metallurgen und Metallurginnen finden in Unternehmen der Metall erzeugenden und verarbeitenden Industrie, des Anlagenbaus, in Gießereien, Umformbetrieben, Härtereien, Oberflächenveredelungsbetrieben, der Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie sowie Zuliefererbetrieben, in Unternehmen des Maschinenbaus, des Hoch- und Tiefbaus, in technischen Lehranstalten, Prüfeinrichtungen und Ingenieurbüros potenzielle Arbeitgeber. Zu den Aufgabengebieten von Absolventen und Absolventinnen des Master-Studiums Metallurgie zählt die Planung, Produktion, Projektierung und Abwicklung des Anlagenbaus von metallurgischen Produktionsanlagen, die Logistik, der technische Vertrieb, die Beratung, das technische Marketing sowie das Monitoring und die Qualitätssicherung. Ingenieure und Ingenieurinnen der Metallurgie werden darüber hinaus auch in Forschung und Lehre an Universitäten, Fachhochschulen sowie öffentlichen und privaten Forschungseinrichtungen beruflich tätig.